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Monat: Oktober 2010

Over my Head


Stimmung

Stephane warf den Zapfhahn, zweimal kunstvoll in die Luft und fing ihn im gehen wieder auf. Er hatte die drei allein losziehen lassen. Es war einfach wichtig das sie das mit Fetzen so klärten. Der Nosferatu hätte von ihm den Gefallen eh nicht eingefordert. Das würde er erst tun, wenn ihm dies den größten Nutzen brachte. Das war wiederum dann, wenn er selbst ebenfalls Primogen wäre. So hätte Fetzen noch mehr Macht in der Stadt.
Seufzend bog er in die Straße ein, in welcher er seinen Wagen geparkt hatte. Die Zentralverriegelung öffnete sich und er warf den, noch eingepacktten, Zapfhahn auf den Beifahrersitz, während er sich selbst hinter das Steuer klemmte. Fließend zog er dabei die Tür zu und schnallte sich an, bevor das eingebaute Mp3 radio den ersten Track abspielen konnte, startete auch schon den Motor.

Lebensschuld


Stimmung

„Haben die Täterin festgenommen. Kein Widerstand. Wiederhole: Kein Widerstand!“

ertönte es aus dem Funkgerät das neben dem Nosferatu auf dem Tisch stand. Er blickte leicht gereizt auf den Empfänger und hörte dann weiter zu,

„Subjekt ist eine etwa 20 jährige Frau. Gestohlen wurde auf den ersten Blick nichts. Die Besitzerin hielt sich allerdings zufällig in einem Nachbarbüro auf und wird selbst noch einmal nachsehen. Weitere Kollegen sind vor Ort, um die Aussage direkt aufzunehmen.

Verstanden 652.

Ende.

Der Auftrag

Stimmung
Der Bildschirm des Laptops leuchtete rot, als das Hintergrundbild auf den Bildschirmschoner wechselte. Der Nosferatu Primogen lehnte sich in seinem Sessel zurück und brummte. Marko hatte sich immer noch nicht gemeldet und langsam wurde er ungeduldig. Das Handy des Neugeborenen war seit dem letzten Anruf ausgeschaltet und Orten konnte man es auch nicht, da scheinbar die Sim Karte entfernt worden war. Den letzten Aufenthaltsort hatte Shroker im Südosten festgestellt. Ein Gebiet von fast zwei Quadratkilometern. Ein Geschäftsviertel. Mit Einkaufsstraße, Mehrfamilienhäusern, einem großen Hochhaus mit Büros und Mietwohnungen, ein Friedhof und ein Krematorium. Ein Schnauben entfuhr seiner Kehle. Kroll wollte sich noch dort genauer Umsehen und Bell wollte die Toreador Harpyen ausquetschen. Beides verhieß wenig Erfolg, da entweder das Gebiet zu groß war oder aber die Harpyen alles Andere als zuverlässige Informationsquellen waren. Trotzdem erhoffte er sich einen kleinen Informationshappen von Beiden.
Plötzlich klingelte sein Handy. Ein Blick auf das Display sagte ihm wer dran war.

„Ja Bell, was gibs?“

Verbotene Früchte

Mark leckte sich über die Fangzähne und starrte an die Decke, langsam knöpfte er sich das Hemd wieder zu. Die Haustür schlug zu und wenig später war das Motorrad zu hören – Fiona hatte es jetzt eilig.

Der Ventrue schloß für einen Moment die Augen und ließ das eben Geschehene nochmal im Geiste an sich vorbeiziehen. Er strich sich das Haar aus dem Gesicht nach hinten weg und richtete sich wieder auf. Die Bettdecke hinterließ für einen Moment seinen Abdruck. Ein letzter Geschmack von Vitae lag auf seiner Zunge.

Er realisierte erst jetzt und zog die Fangzähne zurück: „Scheiße…“

[Kapitel II.I] Und das Blut singt zum Blut

Das kalte Lachen erschallte in dem dunklen Keller, welcher nur von einigen Kerzen beleuchtet wurde. Das Pentagramm auf dem Boden war mit braunem, eingetrockneten Blut gezeichnet und nur die Runen an den Spitzen waren mit frischem Blut geschrieben. In der Mitte der magischen Zeichnung lag eine tote Frau. Die blonde Frau war einem seiner Ghule vorhin über den Weg gelaufen. Nicolae lächelte immer noch, als er begann die Beschwörungsformel zu murmeln. Seine krächzende Stimme verwandelte sich langsam in einen angenehmen Singsang der begann den Raum zu erfüllen. Die Leiche begann sich langsam zu bewegen und sich aufzurichten. Auch, wenn die Muskeln keine Kraft zu haben schienen. Der Kopf hing schlaff herab und auch Arme und Beine schienen nur durch eine äußere Kraft aufrecht erhalten zu werden. Die Runen an den Spitzen begannen Purpur zu glimmen, während die Stimme immer lauter wurde. Die alte Sprache die Nicolae rezitierte war altes Latein und seine Stimme wurde immer lauter. Je extremer die Wiederholungen wurden, desto greller leuchteten die Runen auf. Schließlich begannen die Runen sich zu bewegen und auf den Linien auf den toten Körper zuzulaufen. Das getrocknete Blut wurde langsam dunkler und überzogen sich mit dem frischen Vitae mit dem die Runen gezeichnet worden waren. Die Muskeln der Frau begannen Kraft zu entwickeln und aus eigenem Antrieb zu arbeiten.
Schließlich schlug die Frau die grünen Augen auf. Nicolaes Lächeln erstarb und trat in das Pentagramm. Seine Hände berührten die Gesichtszüge des Models und begann damit die Knochen und das Fleisch zu verschieben. Unter seinen feingliedrigen Fingern verschoben sich Fleisch und Knochen. Die Wangenknochen rutschten nach oben. Die Mundwinkel wurden angepasst und die Stirn ein wenig abgesenkt. Am Ende sah die Frau genauso aus, wie die, die seine Ghule verhört hatte. Sein Lächeln kehrte zurück und er trat einen Schritt zurück. Betrachtete seine Kreation und strich ihr anschließend durchs Haar.