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Monat: November 2010

17.05.2010 – 649 – Teil 1

Piep…Piep….Piep….Es passt nicht, nicht ins Bild, nicht in meine Welt. Leichen piepsen nicht. Sie machen keine Geräusche wobei, gelegentlich singen sie, doch nur unter ganz speziellen Umständen.

Piep…Piep. Warum? Als ich die Augen öffnete…es war dunkel.  Neben mir nahm ich ein grünes Flackern wahr. Regelmäßige Linien flogen über ein schwarzes Feld. 90 zu 60, 99%….Was? Ach…die Werte, ein Herzmonitor.Langsam aber sicher sollte ich es doch wissen. Im Augenblick war es jedoch unwichtig, meine Umgebung war interessanter. Ein dunkler Raum, größer als der letzte, ein Krankenzimmer offensichlich. Die Gardienen waren zugezogen, nur der schwache grüne Schimmer des Gerätes neben mir spendete ein wenig Licht.  Mein Bett scheint das einzig besetzte zu sein.  Sonst neigen Krankenhäuser nicht zu solch einer Verschwendung, womit hatte ich ein Einzelzimmer verdient?

16.05.2010 – 648

Schmerzen….Langsam fand ich einen Weg durch die Dunkelheit…aus der warmen wohligen Stille die mich umgeben hatte, zurück in eine furchtbare Realität, herausgerissen aus dem Frieden zerrte der Schmerz mich unbarmherzig zurück in ein Licht das keines war.

Piep…Piep….Piep… was war das? Was war passiert? Es fiel mir schwer zu mir selbst zu finden…Eindrücke von überall die ich nicht verarbeiten konnte, die einfach auf mich einprasselten und mich zerrissen.

Langsam….Ronja…Piep..Piep… regelmäßig. Genau! Das Krankenhaus, die Operation, das Piepsen war der Herzmonitor. Mit dieser Erkenntnis fiel es mir leichter durch den Nebel zu blicken, der meinen Geist umgab. Aber die Schmerzen…langsam öffnete ich die Augen. Ich befand mich in einem Aufwachraum wie schon die beiden Male zuvor. Nicht weit entfernt eine angelehnte Tür durch die ein Lichtschimmer zu erkennen war.

Klüngelvereinigung


Stimmung
Das Freizeichen zerrte an den Nerven Angelas und erst nach sieben Mal klingeln ging Selina auch dran. Erleichtert atmete sie auf und lehnte sich gegen die Hauswand. Dieses Wohnviertel war schon um diese frühe Zeit beinahe tot. Hier lebten meist Familien mit Kindern und ältere Menschen. Der geniale Ort, um sich zu treffen.

„Was gibt es Angela?“

ertönte die Stimme der Ravnos nun, leicht verzerrt, aus der Ohrmuschel des Handys.

„Wo bleibst du? Ich warte schon zehn Minuten!“

Das Seufzen Selinas lies Angelas Nerven noch weiter zittern. Hatte diese Frau denn gar kein Gefühl  für Pünktlichkeit?

Wie Brüder


Stimmung
Ben zog die Stiefel fest, die ihm die Dorfbewohner überlassen hatten. Es waren eigentlich nur Fellstücke, die mit Lederbändern zusammen genäht und umwickelt wurden, aber die würde er da wo er jetzt hin musste auch brauchen. Seine Hose behielt er an, aber die Dorfbewohner hatten ihm noch eine Fellweste gegeben, die er ebenfalls dankend angenommen hatte. Die Nacht hatte er noch bei Mariah verbracht. Den Abend vorher hatte er mit den Männern des Dorfes am Feuer gesessen, Honigwein getrunken und Geschichten aus alter Zeit erzählt bekommen. Es war sehr interessant und aufschlussreich gewesen. Aber am Ende hatte er ein anderes Ziel. Seufzend und mit einem sehnsüchtigen Blick zurück zum Dorf machte er sich dann auf den Weg durch die endlose Grasebene. Der Wind trieb Blütenpollen und Staub durch die Luft. Der Geruch von frischem Gras und Feuer wehte zu ihm hinüber. Sein Freund sandte ihm Grüße. Trotzdem würde er bis zum Abend durch die Landschaft stapfen müssen, um bei seinem Ziel anzukommen. Der kleinen Hütte von Olaf dem Riesen.
Ben musste immer wieder über diesen Namen lächeln. Auch, wenn er diesen sicherlich verdient hatte, denn Olaf war in seiner Crinosgestalt an die sechs Meter hoch, was noch ein halber Meter mehr war, als er wachsen konnte. In seiner menschlichen Gestalt hingegen war er ein kleiner Junge, der bereits mit zwölf Jahren seine erste Verwandlung durchlebte und nicht, wie normalerweise sechs Jahre später. Dabei tötete er seine Eltern und seine Schwester, sowie drei Garous im Rausch des Zorns, bevor er an einer Silbervergiftung starb. Sein tot war nun schon fast eintausend Jahre her und er war einer der wenigen die auf die Apokalypse in dieser Welt wartete. Im Gegensatz zu den meisten Garoukriegern war Olaf mit einer gewissen Weisheit aus dem Tod hervorgegangen. Vieles hatte er sich hier angeeignet und nur weniges aus seinem früheren Leben mitgebracht. Nicht einmal Wut auf die Werwölfe.
Manchmal wunderte Ben sich selbst über diesen kleinen Jungen der so viel Schrecken miterlebt hatte und am Ende doch so friedlich geblieben war. Ebenso wie er war er ein Verteidiger des Friedens und Gaias. Unter den Wandlern sollte es nie Krieg geben, aber die Arroganz der Werwölfe hatte schon zweimal zu einem Krieg geführt der andere Wandler vollkommen ausgelöscht hatte. Trotzdem stritten sie erfolgreich gegen den Wyrm, seine Ausformungen und doch gegen Brüder und Schwestern.

Die Sonne neigte sich bereits dem Horizont zu und tauchte die Ebene in ein orangefarbenes Licht, als Ben der kleinen Hütte gewahr wurde, die er beinahe übersehen hätte. Sie war zwar höher als das Gras, aber das Gras war so kunstvoll aufgeschichtet das es sich vom Hintergrund des weiten Feldes kaum abhob. Hätte es die dünne Rauchfahne nicht gegeben, dann wäre er wirklich daran vorbei gelaufen. Grinsend lies Ben sich auf dem Baumstamm nieder, der als Bank am Feuer diente und blickte Olaf an, der auf der anderen Seite des Feuers auf einem ähnlichen Stamm saß. Das Feuer brannte nun höher und tauchte den Platz vor der Hütte in ein wildes Schattenspiel. Eine dünne Rauchsäule stieg in den Sternen bedeckten Himmel hinauf und verschmolz mit der Schwärze zwischen den Sternen.

Ein hin und her

Es ist nun der 17. November.

Ich habe knapp über 600 Wörter geschrieben und der NaNo dauert nicht mehr ewig.

Zuerst wollte ich sagen, ich gebe auf. Denn meine Zeit ist einfach zu begrenzt und nebenbei plagen mich auch noch ein paar private Probleme. Aber die schöne Geschichte wegwerfen? Nein, ich werde weiter schreiben. Denke ich. Hoffe ich doch.

Ich werde das, was ich zum besten gebe, hier rein packen. Ihr könnt es alle lesen und Kommentieren.

Versipellis – Wutrausch könnte groß werden. Jetzt brauche ich die Motivation. Mal sehen, wieviel bis zum Ende des Monats noch zusammen kommt …