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Monat: November 2010

Herrin

Stimmung
Marko lies das Handy langsam sinken und legte es auf den Schreibtisch. Sein Gesicht wurde von einem blauen Flackern erleuchtet, welches von einem Röhrenmonitor vor ihm kam. Momentan war dort nur ein blauer Bildschirm zu sehen, als er allerdings die Maus an tippte erschien ein Hintergrundbild von einer schönen Frau mit fast schwarzen Haaren. Seufzend öffnete er den Browser und  logte sich ins Shreknet ein. Luigia wollte Informationen über einige Aktivitäten. Scheinbar waren ihre Geschäfte in Gefahr und damit auch seine Zukunft. Seine Finger flogen über die Tasten und gaben ein Passwort ein. Die ID wurde eingelesen, verschlüsselt und er war sich sicher das sein Standort oder die Einlogzeit nirgends korrekt angegeben wurde. das Shreknet lieferte wie immer die Daten die er haben wollte. Es gab ganz offensichtlich drei neue Kainitinnen in der Stadt, die nicht registriert waren. Weder die Camarilla noch der Sabbat hatten sie wohl genehmigt. Neben seiner eigenen Schöpfung schien noch der eventuell zukünftige Toreadorprimogen seine Beißsucht nicht zügeln zu können und eine andere Kainitin hatte scheinbar einen nicht bekannten Erzeuger. Über sie war nichts weiter bekannt. Ihre Steckbriefe waren allerdings fest angelegt und mit Bildern belegt. Also zumindest keine Lasombra.

Er druckte die Briefe aus und steckte sie in einen Umschlag. Er brauchte dringend weitere Informationen das war zu allgemein. Langsam klickte er sich tiefer ins Netz und fand Einträge die sein Child angelegt hatte. Ganz offensichtlich war sie Fetzen und Shrocker bereits begegnet, weil sonst hätte sie keinen Zugang. Das hieß eventuell war sie bereits akzeptiert. Wobei nein, war sie von Fetzen mit Sicherheit, denn sonst hätte sie niemals Einträge schreiben können. Wieso hatte er sie überhaupt gebissen? Er erinnerte sich nicht mehr genau daran. Er hatte mit Luigia seinen Deal durchgezogen und ihren Ghul als Belohnung bekommen, als plötzlich diese Detektivin auftauchte. Dann war alles weg. Ein Loch und dann war er mit Luigia in einer luxuriös Wohnung gewesen und sie hatte ihm gesagt das er gut gearbeitet hatte, aber den Fehler gemacht hatte das sein Ghul verfolgt worden war. Das Geld lag dort noch. Entweder er holte es sich oder er lies es bei seinem Child.

Erinnerungen

Stimmung
Ben sah Ronja nach, während das nackte Mädchen wieder im Dschungel der Stadt verschwand. Ein Ort an dem er nie zu Hause sein würde. Nie wirklich. Seufzend strich er mit der Hand über die rauhe Rinde des Baumes, während er sich in den Schatten des Waldes zurückzog. Titus hatte ihn angegriffen, weil er sich ihm widersetzt hatte. Kopfschüttelnd bewegte er sich durch den dunklen Wald. Es wurde Zeit ein wenig Abstand zwischen sich, das Rudel und vielleicht auch zu Ronja zu bringen. Durch die Ritzen im Blätterdach fiel fahl das Mondlicht auf den Waldboden und lies eine rote Blume in einem geisterhaften Licht erscheinen.
Ja. Es war wirklich Zeit zu verschwinden.

Seufzend lehnte Ben sich an die Tanne und betrachtete den ruhig daliegenden Weiher, welcher hier von Tannen umstanden war. Der Mond spiegelte sich in der klaren Wasserfläche. Das Wasser war zwar trüb, aber die Oberfläche spiegelte und das war alles was er brauchte. Sein Oberkörper war immer noch mit Blut verschmiert und die Runen waren nicht mehr klar lesbar. Das Rudel würde eine zeitlang ohne ihn auskommen müssen. Sie konnten das. Auch, wenn sie keinen Thaumaturgen hatten würden die Wunden heilen, welche die Wyrmbestien schlagen würden. Langsam schritt er auf den See zu und legte die Hand auf die Brust. Etwas von dem getrockneten Blut bröckelte ab. Welches Reich sollte er wählen? Er blickte auf das Wasser und trat einen Schritt nach vorn.

Ein Blog!

Lagerfeuergeschichten.de hat nun einen Blog.

Damit es endlich rund um das Lagerfeuer geht. Im Moment schauen wir noch, dass wir es hier besonders gemütlich haben und auch eine Auswahl an Geschichten, die hier zum besten gegeben werden sollen, wird noch getroffen.

Aber wir beeilen uns – ihr könnt schonmal die Würstchen aufspießen!

Realize the real lies


Stimmung
Tia seufzte, als sie die Tür hinter sich schloss und sie wieder zurück waren in der Wohnung, die sie bezogen hatten. Arash hatte auf diesen kleinen Überfall nicht erschrocken reagiert. Ob Anubis wieder geplaudert hatte? Sie wusste es nicht. Andererseits war es auch nicht wichtig. Arash hatte diesem Überfall keine Bedeutung beigemessen, also hatte es nichts mit ihnen zu tun. Ihr kleiner Bruder, wie sie ihn gerne nannte interessierte sich ohnehin nicht mehr für weltliche Belange. Für ihn bestand wie Welt mehr aus Träumen und Visionen. Das alles war anfangs noch nicht so schlimm gewesen, aber immer wenn Selan sie damals besucht hatte, wurde es schlimmer. Anvertraut hatte er sich ihr nie, aber das war auch nicht nötig. Sie schmeckte seine Gefühle durch das Blut.
Kopfschüttelnd lenkte sie Srash aufs Sofa und drückte ihn leicht in eine sitzende Position. Der Blick war bereits wieder abwesend, was bedeutete das er entweder mit Anubis sprach oder aber darüber nachdachte was die drei Frauen getan oder gesagt hatten. Vielleicht war es etwas das sie selbst nicht mitbekommen hatte. Arash blickte oft tiefer als der Verstand es für möglich halten würde.
Nachdem sie sicher war das Arash auch sitzen bleiben würde, ging sie in die Küche und schaltete die Kaffeemaschine ein. Auch, wenn Arash so etwas nicht brauchte. Sie selbst brauchte durchaus noch Nahrung und Kaffee war eine tolle Erfindung. Sie wusste nicht wirklich wie sie all die Jahrhunderte ohne ihn ausgekommen war. Eine Tasse war schnell gefüllt, bevor sie sich zu Arash setzte, der sie nun auch wieder wahrzunehmen schien.

„Was hälst du von den Dreien?“

Über den Krieg


Stimmung

Die Sonne war langsam hinter den Baumreihen verschwunden und hatte einem dunklen Nachthimmel Platz gemacht, an dem die Sterne funkelten, wie kleine Funken in einem Meer aus tiefster Schwärze. Der Mond war nur eine schmale Sichel am Firmament und spendete wenig Licht in der Dunkelheit, die sich über den Grunewald gelegt hatte. Das Gras war, trotz der angenehmen Temperaturen feucht, die Grillen zirpten und ein schwarzer Schatten schoss zwischen den Bäumen hervor, an seinem Kopf vorbei und verschwand wieder lautlos im Wald. Die Fledermaus hatte gefundne was sie gesucht hatte. Eine Mücke, vielleicht auch eine Fliege auf jeden Fall aber ein Insekt das ihren Hunger stillen würde. Seufzend lies Ben sich im Gras nieder. Bekleidet war er nur mit einer Stoffhose, der Oberkörper war frei und mit Runen, Strichen und anderen altgermanischen Zeichen der Magie, Gaias und des Flusses bemalt. Der Schneidersitz, mit leicht angehobenen Armen, lies die Energie ungehindert durch seinen Körper fließen. Er spürte förmlich, wie eine Innere Ruhe einkehrte und sich dies auf die Umgebung übertrug. Vor seinem geistigen Auge begann ein Licht zu schimmern. Erst schwach dann immer heller, ohne aber zu gleißen. Es war kein Mondlicht, auch kein Sonnenlicht oder künstliches weißes Licht. Es war warmes Licht, welches die Natur selbst in Form von Energie darstellte.