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Monat: April 2013

Decision

Um Gambit herum breitete sich Dunkelheit aus. Der Magus stand mit geschlossenen Augen bewegungslos da. Er fühlte keinen Schmerz und keine Erschöpfung, wie noch im Hotelzimmer, bevor er eingeschlafen war. Er wusste ziemlich genau wo er sich befand. Es gab nicht viele Orte an denen er sich vollkommen sicher fühlte, dieser Ort der Wandlung aber war genau das. Ein sicherer Ort den Niemand erreichen konnte, außer ihm.
„Du warst lange nicht mehr hier Seraphim.“ Erklang eine Stimme in der Dunkelheit, die schon während dieser wenigen Worte die Stimmlage von tief zu hoch wechselte. Ein samtenes Grünes Licht erschien in der Dunkelheit und wuchs langsam heran, so dass die ihn umgebende Architektur sichtbar wurde. Langsam öffnete der Erzmagus die Augen und betrachtete die Ruinen, die sich um ihn herum erhoben. Einstmals mussten es viele altehrwürdige Gebäude gewesen sein. Tempel, Versammlungshallen, Wolkenkratzer, alles war hier versammelt. Es bildete ein unendliches Gewirr, aus Gassen, Gängen und Straßen, welches sich ständig veränderte. Lächeln atmete er die kühle Luft ein, die nach Kräutern und Rauchwerk duftete. Irgendwo in diesem Labyrinth gab e einen Platz der sich nur selten änderte, aber diesen suchte er diesmal nicht. Die Veränderung umgab ihn mit jedem Schritt mehr und mehr fing sie ihn ein und veränderte auch sein Erscheinungsbild. Hatte er eben noch seinen schwarzen Ledermantel und den Hut getragen, so trug er nun eine Nickelbrille und einen weißen Kittel. Seine Füße waren nackt, genau wie seine Hände und dabei begann gerade Schnee aus der Schwärze herab zu rieseln und die Steine um ihn herum zu bedecken. Die Temperatur senkte sich schlagartig und sein Atem begann Wölkchen vor seinem Mund zu produzieren.

[Akt 03] Tiger


Stimmung
Jun Matsumoto erhob sich langsam von seinem Thron in der Mitte des Festsaales. Ein leichter Wink mit der Hand forderte Kazu und Sho auf ihm zu folgen. Ihm fielen einige Blicke der anderen Jina auf, die sich unter den Gästen befanden und er glaubte sogar einen Neuen zu sehen, der ungläubig in seine Richtung starrte. Dieses Geschöpf würde keinen Eintritt in die Kreise des Hofes finden. Zusammen mit seinen engsten Vertrauten betrat er eines der Separees, während Kazu hinter sich die Tür schloss drehte der Daimyo sich um. Shos Geschichtsausdruck war wie immer von Desinteresse geprägt. Kazu hingegen lächelte leicht, wurde aber sofort ernst, nachdem die Tür geschlossen war.

„Das war ein sehr interessantes Intermezzo.“ Ein leises Lachen war von Kazu zu hören. „Diese drei Magier waren ganz schön dreist, aber euer Auftreten gegenüber der Frau war ein Fehler.“ Der Kopf des Daimyos ruckte herum und betrachtete den Kranich aus verengten Augen. Dieser lies sich aber von der aggressiven Aura des Teufelstigers, die nun den Raum erfüllte, nicht einschüchtern. „Ihr habt euch hinreißen lassen, die Provokationen dieser Frau auf euch wirken zu lassen. Als ihr sie geschlagen habt, ist denke euer Ruf beschädigt worden.“