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Angst

Stimmung

Die Eingangshalle des Peronald Hochhauses war jetzt hell erleuchtet. Nicht in dieses Diffuse Zwiellicht getaucht, welches geherrscht hatte, als sie vorhin hierhergekommen war. Luigia betrachtete die kantigen Gesichter, der beiden Polizisten, die mit ihr zurückgeblieben waren. Es war in das Büro des Bestattungsinstitutes eingebrochen worden, welches ihr gehörte. Die ganze Zeit war sie gegenüber in den Geschäftsräumen des Krematoriums gewesen und hatte noch wichtige Daten eingegeben, die sie brauchte um die neue Ware an den Mann bringen zu können. Sie hatte diese Einbrecherin nicht bemerkt. Sie musste mit ihr in den Tower geschlüpft sein. Anders hatte man zu dieser Zeit keinen Zugang zu diesem Gebäude. Aber wieso war sie hier gewesen? War es jemand von der Konkurenz der ausspionieren wollte, ob sie Dreck am Stecken hatte? Oder war es etwas ganz anderes gewesen?

„Also was habt ihr herausgefunden?“

„Die Einbrecherin hatte sich unter dem Schreibtisch versteckt. Oberflächlich hatte sie nichts geklaut.“

antwortete einer der Polizisten.

Luigia nickte. Wenn sie die Akten durchwühlst hatte würede sie wenig gefunden haben. Allerdings könnte es natürlich ein Problem geben, wenn sie sich die Namen gemerkt hatte, die mit einem Sternchen markiert waren. Aber sie hoffte das sie nicht am Rechner gewesen war. mit dem richtigen Zugang hätte man vollen Zugriff auf ihre Geschäfte gehabt und das konnte sie wirklich nicht brauchen. Schon gar nicht, sollte diese Frau eine Kainitin oder ein Ghul gewesen sein.

„Also gut. ich will mich selbst noch einmal davon überzeugen das nichts fehlt. Außerdem muss das Labor oben noch kontrolliert werden. Das Übernimmst du!“

sie zeigte auf den Polizisten der bisher still gewesen war. Sein kantiges Kinn nickte kurz und seine Stahlblauen Augen richteten sich auf die Tür, welche zum Treppenhaus führte. Dann setzt er sich in Bewegung.

„Du kommst mit mir Antonio!“

Befahl sie dem Zurückgebliebenen. Sie musste sich vergewissern was los war. Sollte diese Frau irgendetwas herausgefunden haben dann musste sie wissen was und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Zur Not musste sie eben verschwinden. und sie würde ihr liebend gerne einen Arbeitsplatz im Krematorium anbieten. Ablehnen konnte sie ja schlecht.

Mit diesen Gedanken drückte sie auf den Knopf für den Fahrstuhl, welcher sich auch sofort in Bewegung setzte.

„Antonio habt ihr die Anderen Räumlichkeiten gründlich abgesucht?“

Der Ghul schüttelte den Kopf.

„Wir hatten die Täterin, was sollten wir uns die Anderen noch ansehen?“

„Idiot!“

fauchte Luigia den Mann an, welcher sie zwar um zwei Köpfe überragte, aber dieser zuckte trotzdem zusammen, als hätte sie ihn geschlagen.

„Ihr habt also nicht daran gedacht das diese eine Frau nur der Lockvogel war. und sie vielleicht einen Komplizen hatte, der sie nur geopfert hat?“

„Ähm…also ich…dachte…naja…wir konnten doch nicht ahnen das…“

„Davon will ich nichts hören!“

unterbrach sie ihn mit scharfer Stimme. Wieder zuckte der Hühne zusammen.

„Wir werden es jetzt zusammen machen. Enttäusch mich nicht!“

„S…sehr wohl Herrin.“

~*~

Stimmung

Tia betrachtete Arash, der sich still an eine Straßenecke gesetzt hatte. Sie waren nun beide wieder sichtbar. Aber das war nicht wichtig. Arash hatte die Augen geschlossen. Er horchte Anubis. Anubis wusste viel und nichts. Er wusste wie er mit ihm umgehen musste. Sie vertraute beiden, denn Arash hatte in den vergangenen Jahren nie eine Gefahr dargestellt. Zumindest nicht für sie. Sie warf einen Blick über die Straße und erkannte plötzlich vier Gestalten, die sich auf sie zubewegten. Sie waren alle groß und breit gebaut. Sie fixierte die Männer und erkannte das es allesamt Menschen waren. Schläger, die anhand der roten aggressiven Aura deutlich auf Ärger auswaren. Den sollten sie bekommen. Einer der Kerle hatte ein Messer in der Hand und näherte sich ihr.

„Na meine Kleine. Was machst du hier so ganz alleine? Willst den penner ausnehmen was? Wie wärs, wenn du vorher uns ein wenig Gesellschaft leistest. Da kannst du auch was verdienen!“

Das grausame Lachen, welches daraufhin erklang erstickte, als er ihr in die Augen sah. Sie hatte keine Angst vor diesem Kerl. Sie hatte schon tausende von solchen Proleten getroffen und die wenigstens lebten jetzt noch.

„Lass mich in Ruhe!“

Der Befehl war leise ausgesprochen, verfehlte aber seine Wirkung nicht. Die breitschultrige Gestalt des Mannes spannte sich an. Jeden Moment würde er sich auf sie stürzen. Mit seinem Kumpel, der sich von rechts näherte, fühlte er sich überlegen. Ein entscheidender Fehler. Die anderen beidne hatten sich Arash genähert, der sich immer noch nicht bewegt hatte. Tia wusste das er längst mitbekommen hatte, dass die Beiden ihr gegenüberstanden. Er würde sich rühren, wenn er es für nötig erachtete.

„Hey Kai. Der hier ist schon tot.“

rief einer der Männer hinter ihr, die bei Arash standen.

„Fass ihn nicht an!“

Tia wirbelte herum und dann passierten mehrere Dinge gleichzeitig.

Ein Stiefel raste auf Arashs schmalen Körper zu, von hinten legte sich ein Arm um Tias Hals, der Stiefel traf die Hand des Malkavianers und blieb dort stecken, Tias Ellenbogen bohrte sich in die Brust des mannes hinter ihr. wieder schnellte die junge Frau herum und verpasste dem überraschten Mann einen Faustschlag gegen die Nase, welcher ihn auf die Straße hinauskatapultierte. Der Andere, welcher ihr noch gegenüberstand, blickte seinem Kumpanen ein wenig verdutzt hinterher, was sein Ende war, denn Tia schnellte auf den mann zu und umklammerte den größeren Kerl mit beiden Armen. Sie drückte zu und zerquetschte ihm den Kehlkopf.
Beide Hände an der Gurgel ging der Mann zu Boden. Er wand sich noch kurz, aber dann wurde ihr Blick wieder auf Arash gelenkt. Dieser hatte sich noch überhaupt nicht bewegt. Erst jetzt stieß er den Fuß weg und stand auf. Seine Bewegungen waren ruhig und überhaupt nicht von Angst getränkt. Warum sollte er auch Angst haben? Er lächelte sogar leicht. Anschließend öffnete er die Augen und blickte seinem gegenüber in die Augen.

Der Mann rastete Augenblicklich vollkommen aus und warf sich nach vorne. Direkt in das messer, welches Arash gezogen hatte. Sein Gegner erstarrte und sank in sich zusammen. Der Letzte Angreifer ging einen Schritt zurück, als er sah was Tia mit dem Rest getan hatte.

„Ihr…ihr…“

stammelte er und blickte wieder zu Arash. Ein Fehler.

„Verschwinde!“

Und er rannte.

Published inRollenspiel-Storys

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