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Autor: Ayou

[L5R] Kaminari no Hebi – Prolog: Der Verschwundene Fuchs

Das Handelsschiff Agano lief kurz vor Sonnenuntergang in den Hafen Kyuden Goteis ein. Ein schwerer Sturm lag hinter der Besatzung. In diesem Tropensturm ging auch eine Samurai Ko über Board aber es war nur eine Ronin auf dem Weg in die Yoritomo Provinzen. Niemand würde diese Person vermissen und eine Rettung war in dem Sturm tatsächlich unmöglich. Während die Mannschaft die Ladung löschte verabschiedete der Kapitän die reisende Akira Tsuruchi.

[E.D.E.N] Louder than words

[Datum unbekannt] Abends – Seattle

Die Luft in der bar war zum schneiden dick. Kein Wunder, es war voll. Und die Leute rauchten wie die Schlote. Yessica füllte hinter dem Tresen ein Bier nach dem anderen. Eigentlich mochte sie ihren Job…aber heute gingen ihr alle auf den Geist. Zusätzlich hatte sie hämmernde Kopfschmerzen. Schon den ganzen Tag, dabei war es heute nicht mal so heiß, sondern eigentlich jetzt nach Sonnenuntergang frischer. Sie war ein Blick u Joe, der schwarze Barmann und Besitzer der Blue Moon Tavern, stellte meist hochprozentiges auf den Tresen und unterhielt sich mit den Gästen. Gerade musste er wohl wegen eines Witzes lachen. Das tiefe Dröhnen seines Lachens stach ihr nur noch mehr ins Gehirn und kurz wurde ihr schwarz vor Augen

[E.D.E.N] Iridescent

[Datum unbekannt] Morgens – Seattle

Der Himmel hatte sich Orangerot verfärbt, während die Sonne über Seattle aufging. Im 26 igsten Stock des Andra Hotels roch es nach Moschus und Sex. Aber das genoss der Mann sogar, welcher nur in dem, vom Hotel bereitgestellten. Bademantel am Fenster der Luxus Suite stand. Irgendetwas war anders an diesem Tag. Das Gefühl lies ihn nicht los. Das war zwar nicht der Grund, weswegen er wach geworden war, aber es hing damit zusammen. Kurz schloss er die Augen und dachte an den Traum zurück der ihn geweckt hatte. Er hatte oft Träume, nicht selten enthielten sie irgendwelche Hinweise, die ihm halfen aber dieser Traum…es waren wirre Bilder, die nichts miteinander zu tun hatten. Oder vielleicht doch, aber dann verstand er die Zusammenhänge nicht. Es lies ihm keine Ruhe.

Decision

Um Gambit herum breitete sich Dunkelheit aus. Der Magus stand mit geschlossenen Augen bewegungslos da. Er fühlte keinen Schmerz und keine Erschöpfung, wie noch im Hotelzimmer, bevor er eingeschlafen war. Er wusste ziemlich genau wo er sich befand. Es gab nicht viele Orte an denen er sich vollkommen sicher fühlte, dieser Ort der Wandlung aber war genau das. Ein sicherer Ort den Niemand erreichen konnte, außer ihm.
„Du warst lange nicht mehr hier Seraphim.“ Erklang eine Stimme in der Dunkelheit, die schon während dieser wenigen Worte die Stimmlage von tief zu hoch wechselte. Ein samtenes Grünes Licht erschien in der Dunkelheit und wuchs langsam heran, so dass die ihn umgebende Architektur sichtbar wurde. Langsam öffnete der Erzmagus die Augen und betrachtete die Ruinen, die sich um ihn herum erhoben. Einstmals mussten es viele altehrwürdige Gebäude gewesen sein. Tempel, Versammlungshallen, Wolkenkratzer, alles war hier versammelt. Es bildete ein unendliches Gewirr, aus Gassen, Gängen und Straßen, welches sich ständig veränderte. Lächeln atmete er die kühle Luft ein, die nach Kräutern und Rauchwerk duftete. Irgendwo in diesem Labyrinth gab e einen Platz der sich nur selten änderte, aber diesen suchte er diesmal nicht. Die Veränderung umgab ihn mit jedem Schritt mehr und mehr fing sie ihn ein und veränderte auch sein Erscheinungsbild. Hatte er eben noch seinen schwarzen Ledermantel und den Hut getragen, so trug er nun eine Nickelbrille und einen weißen Kittel. Seine Füße waren nackt, genau wie seine Hände und dabei begann gerade Schnee aus der Schwärze herab zu rieseln und die Steine um ihn herum zu bedecken. Die Temperatur senkte sich schlagartig und sein Atem begann Wölkchen vor seinem Mund zu produzieren.

Broken Mirrors

Das Umbra hatte sich verändert und das nicht unbedingt zum Guten. War das Umbra bei ihrer Ankunft noch beinahe unberührt gewesen, schien es jetzt wesentlich dunkler zu sein. Das Mondlicht, welches diese Spiegelwelt sonst immer einen Schimmer des Friedlichen gegeben hatte, war blasser geworden. Der Glanz an Hausfassaden und auf den anderen Oberflächen fehlte. Dafür zogen die Weberinnengeister fröhlich ihre Bahnen und überall begann sich die Stadt auch hier ihrem Bild im Tellurischen anzupassen. Der Asphalt war inzwischen auch hier gerissen und von der einstmaligen Blüte dieser Stadt war nichts mehr übrig geblieben. Nicht einmal das Umbra erinnerte sich noch an die Glanzzeit dieser Oase mitten in der Wüste.