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Autor: Ayou

Don´t play with me!

Es fühlte sich an, als würde ein Messer ihre Eingeweide zerfleischen. Nur war es ihr eigener Körper, der sich gegen sich selbst wendete. Sie hatte ihre Kräfte aufgebraucht, sogar ihre eigene Essenz angezapft. Ihr eigenes Lebensmuster verbogen, damit sie mehr Energie hatte, um Rain, Anastasia und Teshi zu helfen. Aber jetzt zahlte sie langsam den Preis. Der Mangel an Energie machte sich bemerkbar. Eigentlich sollte das Gespinst ihres Körpers angefüllt sein mit Essenz, die durch sie hindurch floss. Essenz, die sie abrufen konnte, aber sie fehlte. Hatte die Energie schon aufgebraucht und nun löste sich das Gespinst langsam auf, weil nicht heilte, was sie bei ihrer Suche nach Kraft zerstört hatte. Jasmin betrachtete sich selbst im Spiegel. Es war nicht zu sehen, wie es in ihr aussah. Und das war auch gut so. Teshi würde sie nur einsperren oder überhaupt nicht mehr als Hilfe heranziehen, wenn er genau wüsste wie schlecht es ihr im Moment eigentlich ging. Sie brauchte neue Quintessenz, am Besten aus einem reinen Knoten. Damit könnte sie die Selbstheilungskräfte ihres Körper wieder herstellen und die Schmerzen würden aufhören. Aber da es hier keinen Knoten gab, auf den sie Zugriff hatten, würde sie es ertragen. Sie würde nicht wieder aufhören zu suchen. Diesmal würde sie ihre Ziele erreichen.

Final Destination

Stimmung
Jasmin schloss die Tür langsam hinter sich, bevor sie Gambit anblickte, der auf dem Bett saß. Er hatte es sich bequem gemacht, sein Kissen im Rücken, lies ihn wohl auch Schmerzfrei sitzen. Aber aus seiner Haltung war herauszulesen das er Schmerzen hatte. „Du spielst ihr nur etwas vor oder?“ Ihre Stimme war ausdruckslos, auch irgendwie traurig. „Du hast nicht reagiert, als Anastasia dir die Nachricht überbracht hat. Warum nicht?“ Gambits Mundwinkel zogen sich nach oben. Er sah sie aus müden Augen an, während er atmete. „Was sollte ich dagegen tun? Das Kind ist bereits gezeugt und wenn sie es bekommen will, kann und werde ich nichts daran ändern.“ Sie schloss die Augen und lies seine Worte auf sich wirken. Er schien sich damit wirklich abgefunden zu haben. Nur war er doch früher nicht so. Früher hätte er Teshi einfach in der Luft zerrissen. Heute schien er einfach nicht in Stimmung zu sein. „Du bist schwerer verletzt, als du zugeben willst oder?“ Seine absolut ausdruckslose Miene beantwortete alle ihre Fragen. Jasmin schüttelte traurig den Kopf und ging langsam auf das Bett zu. Gambit folgte jeder ihrer Bewegungen und seine Mundwinkel gingen noch höher. Sie lies sich auf dem Bett nieder und schlug die Decke zurück. Sofort verengten sich ihre Augen, als sie die Blutstropfen auf dem Stoff sah. Er hatte wirklich versucht diese zu verstecken. So ein Idiot! Jasmin leckte sich über die Lippen und schloss kurz die Augen, bevor sie ihn leise fragte. „Hast du Schmerzen?“ Sein Schnauben leitete die Antwort ein, deren Inhalt sie bereits kannte. „Ja, ich habe tatsächlich schon Schmerzen. Schon seit wir das HIT Modell erledigt haben. Der Kampf war wesentlich härter, als wir gedacht hatten. Wir sind Beide übel verletzt und konnten uns nur noch notdürftig selbst heilen.“ Sie seufzte und holte einen Lehmklumpen aus ihrer Tasche. „Ihr hattet keine Quintessenz mehr übrig oder? Ihr habt alles im Kampf verbraucht hm?“ Er nickte, während sie den Lehmklumpen flach drückte. „Ihr seid Beide Vollidioten! Ihr solltet das Ding ablenkend! Nicht damit kämpfen!“ Gambits auflachen ging in einem Hustenanfall unter. Zwar nahm er die Hand vor den Mund, aber als er sie wegnahm griff sie schnell danach und drehte die Handfläche nach oben.
„Vollidiot!“ knurrte sie, als sie das Blut auf der Handfläche bemerkte. „Du spuckst Blut und hast nichts besseres zu tun, als nichts zu sagen?“

Kapitelabschluss: Konstrukt 01B I

Die Landschaft um sie herum hatte sich kaum geändert, seit sie die Stadt verlassen hatten. Die Wüste schloss diese Stadt ein, wie ein Gürtel. Es war zwar seine Sand- oder Felswüste, aber dennoch ein ziemlich ungastlicher Ort. Vor ihnen lag eine weitere der Wetterstationen. Der Kegelförmige Betonklotz sah mit seinen Antennen aus, wie aus einem Science Fiction Film, aber Jules, wie auch Gambit wussten, dass diese Annahme nicht so falsch war. „Meinst du hier finden wir was wir suchen?“ fragte der Franzose, während Gambit bereits mit geschlossenen Augen die nähere Umgebung durchstreifte. Jules beobachtete den Magus dabei. Obwohl er noch sehr jung war, hatte er bereits eine erstaunliche Machtfülle angesammelt. Er ging seinen Weg zur Erleuchtung, aber irgendwann würde er sich entscheiden müssen. Irgendwann würde der Tag kommen, an dem er Anastasia zurücklassen müsste. Kurz fragte er sich, ob sich die Beiden darüber im Klaren waren? Er war sich nicht sicher, aber das war nun einmal der Weg den Gambit für beide eingeschlagen hatte.

Ein letzter Gruß

Du bist verdammt gut Troucha!“ seufzte Ashoka, ergeben, als er die Präsenz des Magus spürte. „Das wusstest du vorher, alter Freund.“ Ein trockenes Lachen war alles was ihm antwortete. „Du hast mich ganz schön schlecht gemacht, bei den Dreien.“ Auf Ashokas Gesicht blieb das Lächeln bestehen. „Ich habe ihnen die Wahrheit erzählt. Nur die Wahrheit, was du anscheinend nicht getan hast. Wieso verheimlichst du so viel in deiner Vergangenheit? Du hättest doch wissen müssen, dass es irgendwann raus kommt.“ Auch von Gambit kam ein trockenes Lachen. „Denkst du denn ich wusste nicht das du versuchen würdest Anastasia zu beeinflussen? Die Frage war ja nur, ob du lange genug überlebst, bis sie dich befragen. Die drei hatten die Antworten aber auch verdient.“ „Sie haben die Antworten bekommen, dafür bezahle ich mit meinem Leben Troucha. Du hast doch noch nie getötet. Seid wann tötest du für deinen Weg? Was hat sich in den Jahren geändert?“

Verzweiflung


Stimmung
Die Tür klackte leise, dann war es still in der Wohnung. Gambit lehnte sich entspannt im Sessel zurück und spielte mit einem Kugelschreiber in der Hand. Seine Augen schlossen sich und seine Gedanken gingen auf Wanderschaft. Rain war nun auch gegangen und Anastasia gefolgt, Jasmin schlief nebenan im Schlafzimmer und er saß hier allein mit seinen Sorgen. Die drei schienen sich eh einmal aussprechen zu müssen, denn offensichtlich hatte Teshi irgendetwas ausgelöst das Rain in ziemliche Rage versetzt hatte. Er selbst konnte dabei gar nichts tun und es war ihm sogar recht, auch wenn es ihn ärgerte das er außen vor war. Der Geist, den er nicht gesehen hatte, hatte ihm das durch diesen Umstand mehr als nur deutlich gemacht. Aber genau das war eigentlich auch gut, er durfte sich in diese Sache mit den Artefakten nicht noch mehr einmischen, denn das war die Aufgabe dieser drei Magi, die doch noch so grün hinter den Ohren waren. Sie steuerten auf jeden Fall in etwas hinein das größer war als alles was sie bisher erlebt hatten. Irgendetwas hatte Jasmin erwischt und diese fähige Maga aus ihrem Element geschlagen. Normalerweise war sie auf dem Vogel, und das wusste er aus eigener Erfahrung, beinahe unmöglich zu treffen und gesehen oder gehört hatte sie de Angreifer sicher auch nicht. Also musste er – oder – es sie gespürt haben. Sinn ergab das aber trotzdem nicht. Der Maskenmann hatte Rain und Jasmin angegriffen. Beides waren Verbena, aber Teshi hatte auch schon Bekanntschaft mit ihm gemacht und der war kein Lebensmagier, sondern ein Verlorener. Der Japaner passte also nicht ins Bild gut, weiter im Text…scheinbar suchte er eine junge Frau, hatte sie aber noch nicht gefunden. Wieso er dann aber Jasmin angriff und Anastasia so einfach in Ruhe lies, ergab auch keinen Sinn. Er handelte vollkommen willkürlich wie es schien, fast so als…als würde er das reine Chaos selbst verkörpern.

Nachdenklich lies er den Kugelschreiber weiter zwischen den Fingern tanzen und dachte über die Zusammenhänge nach. Hatte es vielleicht etwas mit Jasmins Vergangenheit zu tun? Wieso aber dann diese Fixierung auf die Gegenstände…nein das passte Jasmin nicht ins Bild…wie sinnlos darüber zu spekulieren, wenn man keine Anhaltspunkte hatte.
Frustriert stand er auf und steckte den Kuli ein. Gambit öffnete leise die Schlafzimmertür und betrachtete die schlafende Jasmin. Sie sah sehr friedlich aus, ganz im Gegensatz zu der Zeit, als er sie das erste Mal getroffen hatte.