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Emerald: Treasure the jewels (Prolog)

Er strich mit den Fingern über das Papier und drückte es an der gefalteten Stelle aufeinander. Papier, so vergänglich wie die Botschaften darauf. In der heutigen Zeit beinahe schon Museumsreif. Er mochte es nicht mal, es fühlte sich zu lebendig an. Wenn es feucht wurde, war es unbrauchbar und verlor die glatte Fläche, wurde wellig und starr.

Er steckte das Papier in den Briefumschlag. In der heutigen Zeit, war Papier aber weitaus sicherer als Daten. Eine E-Mail war viel zu einfach abzufangen, auszulesen oder zu manipulieren. Papier war traditionell, aber sicher. Vor allem, wenn man es nicht den Konzernen in die Hand gab, um es auszuliefern. Das einzig fehlbare daran war der Bote selbst. Menschen waren nicht perfekt, aber es gab unter ihnen jene, die zuverlässiger waren als Andere.

Die Türklingel schrillte auf und er erhob sich von seinem Schreibtischstuhl. Pünktlichkeit – damit konnte sie ihn beeindrucken. Er öffnete die Tür und gab ihr den weißen Briefumschlag ohne Aufschrift. Sie lächelte und verstaute den Umschlag in ihrer Bauchtasche: „Wohin soll’s diesmal gehen?“

„Du weißt bestimmt noch, wo Dr. Lindström ist.“, er griff zu seiner Brieftasche, um die Geldscheine heraus zu holen. „Du bringst ihr den Brief, ungesehen.“

Sie hob eine Augenbraue, öffnete nochmal die Hand, um das Geld entgegen zu nehmen und hob auch gleich noch die andere Augenbraue, als sie sah, wie viel das war: „Wow… okay. Kein Problem. Ich weiß schon, wie ich da rein komme.“

Die beiden schlossen dies mit einem Nicken ab, als sie schon ein paar Schritte vom Haus entfernt war, fügte er an: „Und Fay… wenn dus nicht schaffst, vernichte den Brief.“

„Natürlich, wie immer.“, bisher hatte sie dies nie tun müssen.

Published inRollenspiel-Storys

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