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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Video)

Die Kamera wackelt etwas, während sich eine Gruppe auf das Haus zu bewegt aus dem man laute Musik hören kann. Die Personen sind allesamt Glatzköpfig und bei einem kann man auf dem Hinterkopf ein Hakenkreuz erkennen. Auch sonst ist gut zu erkennen, dass es sich um Skinheads handelt, etwa zwölf Mann.

Drinnen scheint eine große Party zu laufen, vor der Tür sitzt ein betrunkenes Pärchen, die Haustür steht einen Spalt auf, was die Gruppe nutzt um sich Zugang zum Haus zu verschaffen. Die Kamera schwenkt einmal schnell hin und her, man kann tanzende Leute sehen. Auch sitzen überall Grüppchen rum, anhand der herumliegenden Alkoholflaschen kann man sehen, dass die Party schon eine Weile läuft und so ziemlich jeder Gast schon im Rausch ist. Die Gäste reagieren entweder mit Desinteresse oder Abstand suchen auf die Eindringenden Skinheads. Diese gehen sehr zielstrebig vor, die Kamera folgt ihnen, weiterhin etwas wackelnd.

Sie gehen sämtliche Räume durch, in der Küche fallen sie beinahe über eine schlafende Person am Boden, als jemand schwankend durch die Gartentür hereinkommt und prompt stehen bleibt als er die Skinheads sieht: „Scheiße, wer hat euch denn reingelassen.“

Zwar ist das Bild wacklig und etwas unscharf durch die verschiedenen Lichtquellen, aber man kann anhand der Gesichtszüge gut erkennen, dass es sich hier um den Gastgeber Thorne handeln muss. Die Haare sind zurückgegelt und der Anzug ist aufgeknöpft, in einer Hand sind mehrere leere Flaschen, offensichtlich war er gerade beim Aufräumen.

„Die Tür war offen.“, erhob der Frontmann der Skinheadgruppe das Wort, leicht sarkastisch klingend. Durch die Musik die durch das ganze Haus dröhnt sind die Stimmen und Worte nur schwer zu verstehen. Der Gastgeber sagt also etwas und macht eine abwinkende Handbewegung. Die Kamera schwenkt, während sich eine handvoll der Skinheads auf ihn zubewegt und ihn in der Küche einkreist. Sie folgt dem Rest der Gruppe, welche die Treppe hochstiefelt und dabei auch den ein oder anderen Liebestollen Gast anrempelt.

Hier oben haben sich wohl einige Pärchen von der großen Fete abgekapselt um ihre Ruhe zu haben und möglicherweise übereinander herzufallen. So kann man bereits auf dem Flur einzelne Kleidungsstücke herumliegen sehen – und ungenierte Personen.

Eine Tür nach der Anderen wird aufgerissen, ab und an sind kurz Leute zu sehen die schon bei der Sache sind. Alle bekommen einen gehörigen Schrecken, aber offensichtlich ist die Schlägergruppe noch nicht fündig geworden. Einzelne Personen flüchten vor der Gruppe und einer ruft ihnen wohl ein: „Ihr seid doch Irre!“ entgegen. In dem Chaos wird die Kamera immer wieder angerempelt, aber die Person dahinter lässt sich davon nicht abschrecken weiter verzerrte Gesichter zu filmen. Die meisten davon sind heutzutage teilweise immer noch in der Uni anzutreffen.

Vor der letzten Tür blickt der Skinhead kurz in die Kamera und grinst: „Willkommen in der Hölle, Phil.“, der Kerl trägt einen Ohrring in Hakenkreuzform auf der rechten Seite und hat ein Symbol unter dem linken Auge, vielleicht eine Tätowierung von einer vertrockneten Rose.

Dann geht alles sehr schnell, die Tür wird aufgestoßen und die Gruppe umzingelt schnell das Bett auf der zwei Personen unter der Decke liegen. Der Kopf des jungen Mannes schnellt hoch, wo eben noch Lust war ist nun Entsetzen. Nahaufnahme seines Gesichts. Genau die gleichen Gesichtszüge wie der Gastgeber in der Küche, das Haar bloß etwas länger und wilder. Cyril wird grob von dem Mädchen gerissen und als damit auch die Decke durch die Luft wirbelt sieht man beide kurz nackt. Sie schreit entsetzt und wird mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf zum Schweigen gebracht, fällt fast vom Bett.

Die Kamera schwenkt von dem Mädchen zu Cyril, der sich mit allen Mitteln zu wehren versucht, der Überzahl aber nicht gewachsen ist. Einer der Skinheads liegt am Boden, Nahaufnahme auf das Blut an seinem Kopf und der zersplitterten Nachttischlampe daneben. Die Musik erstickt das meiste des Krachs und der Schreie, man kann neben der Kamera jemanden Fluchen hören: „Der Wixxer hat ihm den Schädel zertrümmert!“. Die Kamera rast hin und her, während die filmende Person ein paar Schritte rückwärts macht. Die Gruppe ist unentschlossen, wütend und ängstlich zugleich. Nachdem ein weiterer zu Boden geht und sich mit den Händen zwischen den Beinen am Boden rollt, ergreift ein Teil der Gruppe die Flucht.

Cyril selbst hockt mit einem geschwollenen Auge und blutender Lippe in der Ecke des Raumes und hält sich den Kopf. Er ist benommen und bekommt den Kopf kaum gehoben um sich umzusehen, ehe er versucht sich am Bett hochzuziehen. Der Skinhead mit dem Ohrring reißt ihn in die Höhe und schmeißt ihn aufs Bett neben das Mädchen. Mit Handschellen fixiert er die Handgelenke von Cyril am Bettpfosten, welcher nun auf dem Bauch liegt. Böse lachend macht der Skinhead seinen Gürtel und anschließend die Hose auf. Die Kamera schwenkt kurz zur Tür, welche gerade zuknallt, sodass es wieder dunkel im Raum ist. Allerdings kann man deutlich Schmerzensschreie von Cyril vernehmen, die Kamera schafft es nicht ein vernünftiges Bild im Dunkel zu projizieren.

Nach etwa fünf Minuten Schmerzlauten verstummen diese und es bleibt nur noch ein Wimmern. Der Skinhead mit dem Ohrring spricht zum Kameramann: „Raus mit dir.“
Dem Geräusch zu urteilen wird die Kamera abgelegt, die Person verlässt den Raum. Draußen ist die Hölle los, aber es verstummt wieder sobald die Tür erneut geschlossen wird. Für einen Moment kann man also die beiden nackten Personen auf dem Bett liegen sehen, Cyril noch immer in Handschellen, das Gesicht in der Decke vergraben, der Rücken blutig zerkratzt von langen Fingernägeln.

Dann wird die Kamera ausgeschaltet. Der Film geht weiter, als sie wieder angeschaltet wird. Etwas Dämmerlicht ist im Raum an, die Kamera ist immer noch auf das Bett gerichtet. Cyril sitzt auf dem Fußboden, mit dem Rücken ans Bett gelehnt und leicht in sich zusammengesackt, offensichtlich nicht bei Bewusstsein. Immerhin trägt er nun wieder eine Hose. Auf dem Bett ist das Mädchen gebettet, welches sich gerade erhebt.

Sie reibt sich den Hinterkopf und steht leicht wankend auf, schaut sich irritiert um. Als sie Cyril bemerkt rüttelt sie an ihm, doch er reagiert nicht. Sie dreht seinen Kopf zu sich und bekommt große Augen, fühlt anschließend seinen Puls am Hals und Handgelenk.

„Oh Gott…“, panisch weicht sie von ihm zurück und eilt zur Tür. Allerdings ist diese verschlossen, so rüttelt sie daran, trommelt mit den Fäusten an die Tür und ruft um Hilfe, dabei überschlägt sich ihre Stimme fast, die Panik überfällt sie immer mehr.

Währenddessen schlägt Cyril die Augen auf und hebt den Kopf in ihre Richtung, da sie mit dem Krach deutlich seine Aufmerksamkeit hat. Dann geht ein Ruck durch den Kainiten und während er den Kopf in den Nacken legt entblößt er seine Fänge. Das nackte Mädchen hält für einen Moment inne und dreht sich überrascht um. Cyril krallt sich ins Bett und kämpft um seine Beherrschung, während sie ihn panisch anblickt und die Hände vor den Mund schlägt.

„Kristin….verschwinde.“, hört man ihn, schon unter Knurren.
„Was…was ist mit dir?“

Als er sie anspringt kann man für einen Moment noch ihren gellenden Schrei hören, bevor dieser in einem Gurgeln untergeht als er sie an die Tür presst und austrinkt. Völlig in Blutraserei zerreißt er sie fast dabei und das Ergebnis ist massenweise Blut an Wänden, Fußboden und Cyril.

Es vergeht einige Zeit, bis er sie fallen lässt und ein paar Schritte rückwärts macht und sie ungläubig anstarrt. Fassungslos blickt er auf seine blutverschmierten Hände, den Oberkörper und dann wieder auf die Leiche am Boden. Minutenlang steht er einfach da, bis er plötzlich einen Schrei ausstößt der eine Mischung aus Wut und Verzweiflung mitschwingen lässt.

Er sinkt auf die Knie und legt seinen Kopf auf das Tote Mädchen, weint tränenlos. Das geht einige Minuten so, bis der Film zu Ende ist.

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