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[Muna] Alptraum

Munas Haut begann zu jucken. Ungeduldig wartete sie, bis auch Enigma sicher aus dem Auto heraus war, bevor sie den kleinen Alpha ab schloss und sich aufmachte, zu Tarot hinein zu gehen.
In ihrer Nase stand wieder dieser Geruch, den sie ertragen musste als dieser Alptraum von Nosferatu sie angehaucht hatte. Sie hatte das Gefühl als würde sie den Gestank eines ganzen vermoderndes Leichenfeldes wie einen Ölfilm auf sich tragen. Sie lief schneller auf die Türe zu hinter der sie Tarot schon sehen konnte und stürmte durch die Türe. Sie stoppte sehr kurz vor dem Hutträger und sah ihn mit bettelnden Blick an „Bitte frag nicht – Enigma weiß über alles Bescheid – aber ich brauch jetzt dringend eine Dusche und andere Klamotten. Kannst du mir helfen?“ Schmerzlich wurde sie sich ihrer eigenen Nacktheit im Gesicht bewusst, als sie in das geschminkte Gesicht des Mondkindes sah. Sie senkte den Blick als hätte Tarot sie bei etwas ertappt.

Tarot sparte sich jeden Kommentar und drehte sich nur herum um sie nach unten ins Bad zu führen. Dort ließ er sie mit den Worten „ich bring dir gleich was anzuziehen“ allein.

Muna wartete nicht ab, bis Tarot das Zimmer verlassen hatte als sie schon das Shirt über den Kopf zog, ihr Handy an einen sicheren Platz legte und auch schon den Gürtel öffnete. Kurz schoss ihr durch den Kopf wie lange sie nach diesem schwarzen Koppel gesucht hatte und fragte sich, wie sie es jemals wieder sauber genug bekommen sollte um es wieder anzuziehen. Sie ließ ihr Klamotten mitten im Raum auf einem Haufen liegen und trat in die Duschkabine. Sie drehte das heiße Wasser auf und begann sich sofort hektisch ein zu seifen um den eingebildeten stinkenden Ölfilm von der Haut zu waschen. Dann schloss sie die Augen, senkte den Kopf und stützte sich an der Wand ab. Das heiße Wasser prasselte ihr auf die Schultern und lief an ihrem Körper herab.

Plötzlich stand ihr der Gestank wieder in der Nase und sie spürte einen Atemhauch auf dem entblößten Branding in ihrem Nacken. Eine Stimme stach ihr ins Hirn

Hässlich will ich für euch sein
Und wie ein böser Traum
Der euch nicht nur des nachts besucht
Und ihr entkommt ihm kaum
Wenn du mich fragst, warum ich hässlich bin
Und wie ich leben kann, wenn ich so hässlich bin
‚S ist wie du sagst, ich bin so hässlich und nichts wert
Man sieht es mir schon an: mein Inneres verkehrt

Muna stöhnte auf, riss die Augen auf und fuhr herum.
Dieses Zerrbild eines Vampirs Motte stand vor ihr und lächelte sie breit an. Muna hatte noch nie etwas so etwas hässliches gesehen. In ihr regte sich der Drang zu fliehen – doch Motte versperrte ihr den Ausgang aus der Dusche. Er hob seine Hand und griff nach ihr. Muna presste sich gegen die Duscharmaturen – dabei drückte sie die Mischbatterie sodass sich das Wasser abschaltete. Motte rückte näher zu ihr heran. Lächelnd blickte er an ihre herunter. Seine Hand mit den unnatürlich langen verdrehten Fingern drehte sich etwas. Die Oberseite seiner Finger strebte ihrer linken Wange zu. Muna konnte sich nicht abwenden. Erstarrt vor Entsetzen folgten ihre Augen dieser Klauenhand.

Hässlich will ich für euch sein
Und wie ein böser Traum
Der euch nicht nur des nachts besucht
Und ihr entkommt ihm kaum
Der Spiegel eures Innern
Ihr wisst es nur noch nicht
Ich zeig euch eure Seele
In meinem hässlichen Gesicht

Nur Millimeter vor ihrem Gesicht stoppte der Nosferatu, doch Muna hatte das Gefühl als würde ihre Wange heiß werden und blasen werfen. Sie stöhnte erstickt auf. Der Nosferatu lächelte sichtlich erfreut. Seine Finger verharrten kurz an dieser Stelle, dann begann er der Kontur ihres Gesichts zu folgen. Hinunter zum Kinn von dort die Kontur ihres Halses entlang zu ihrer Kehle. Muna zitterte am ganzen Körper was dieser Ausgeburt der Unterwelt nur ein noch erfreuteres Lächeln entlockte.

Könnte wenigstens versuchen, so schön wie ihr zu sein
So unergründlich gut und noch so blütenrein
Ich steh so abseits, eine ganze Welt entfernt
So, fremd denn eure Schönheit hab ich nie gelernt

Der Nosferatu leckte sich genüsslich die narbigen Wulste, die einmal seine Lippen gewesen waren und ließ seine Hand tiefer gleiten. Folgte dem sanften Schwung ihres Schlüsselbeins bis fast zur Schulter. Von dort streifte er tiefer. Muna fühlte den Weg seiner Hand mehr wie einen Strom aus Feuer auf ihrer Haut, als dass sie ihn sah. Mit weit vor Entsetzen aufgerissenen Augen starrte sie das Wesen an. Blut sammelte sich in ihren Augen und trübte ihren Blick.

Hässlich will ich für euch sein
Und wie ein böser Traum
Der euch nicht nur des nachts besucht
Und ihr entkommt ihm kaum
Der Spiegel eures Innern
Ihr wisst es nur noch nicht
Ich zeig euch eure Seele
In meinem hässlichen Gesicht

Die eingebildete Flammenspur folgte der Kontur ihrer linken Brust, umkreiste sie mit quälender Langsamkeit und verharrte dann wieder drehte sich die Hand und umschloss ihren straffen Apfel ohne ihn zu berühren. Der Gestank durchdrang jede Pore ihres Wesens und lähmte sie weiter.
Plötzlich griff die Hand zu und berührte ihre Brustwarze mit eisernem Griff. Muna schrie laut auf und wand sich in Krämpfen. Sie schloss die Augen aus denen jetzt im steten Strom Tränen liefen und rutschte langsam die Wand herunter um wie ein Haufen weggeworfener Lumpen in der Duschwanne zu enden. Heftige Atemkrämpfe schüttelten sie.

Published inRollenspiel-Storys

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