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Lagerfeuergeschichten Posts

Vergangene Tage (Basil)

Es klingelte zur Pause und die Schüler strömten aus den Klassen. Gil wurde mit nach draußen auf den Pausenhof gerissen und verzog sich dann an den Rand auf eine Bank. Die Sonne schien ihm ins Gesicht und er träumte vor sich hin.

Irgendwann bemerkte er die drei Schränke von Kerlen vor sich, die nach Ärger aussahen. Ihre Schatten nahmen Gil das Licht, weswegen er aufmerksam wurde.

„Das ist unsere Bank, verzieh dich du Pimpf.“

Wut

Der Wald war still geworden. Die Tiere ließen keinen Laut hören. Thomas nahm bloß seinen eigenen Atem wahr. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken, als er Neferis Augen hinter dem großen Baum erblickte. Sie strahlte Kälte aus, und das an dem Ort, wo sich die beiden viel geliebt hatten…

Thomas ging zögernd ein paar Schritte auf die Garou zu: „Nef… was… was schaust du mich so an?“, fragte er unsicher.

Sie antwortete nicht und verharrte an ihrem Sitzplatz auf einem der Äste, blickte ihn nur weiterhin kalt an.

Thomas bekam es mit der Angst zutun: „Süße… was ist…?“

Das Elfenmedium

Ein Schillern unter einer der Palmen hat dich neugierig werden lassen. Also tapst du dort hin und entdeckst einen weißen Ring mit einem hübschen Stein darauf, welcher in Perlmuttfarben glänzt. Als du ihn berührst, um ihn näher zu betrachtet, hast du einen Schwindelanfall und findest dich an einem fernen Ort wieder. Du weißt ziemlich genau, dass es eine andere Umbrawelt sein muss.

Hohes Gras umgibt dich und es duftet nach Honig. Der Ring hat sich um deine Katzenpfote gelegt und er wird in anderen Gestalten wohl an deinem Finger sitzen. Der Himmel ist hellblau und wird von ein paar Schäfchenwolken geziert. Vogelgezwitscher und das Summen der Bienen sind zu vernehmen.

In der Höhle des Löwen

Rauch stieg aus dem Wyrmverseuchten Körper auf. Der Tänzer lag zwischen Schutt und Asche. Seine Augen waren hervorgequollen und sein Pelz versengt. Er hatte ein großes, stinkendes Loch in seiner Brust und man konnte das rohe, verbrannte Fleisch darin sehen.

Das rötliche Licht der Wolken und des ungesund aussehenden Himmels glänzte auf den schwarzen Dämonenschuppen. Schwarze Strähnen hingen dem Dämon im Gesicht, aber das verlieh seinem Blick mit den glutroten Augen nur noch mehr Verschlagenheit. Die riesigen Schwingen waren hinter seinem Rücken zusammengefaltet und der dornige Schwanz war leicht um ihn gelegt, sodass die gezackte Spitze vor ihm lag.

Tempel des Feuers

Kalter Wind fährt durch die Äste, sodass sie rascheln. Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft. Nur noch ein paar Steinmauern stehen und diese gehörtem wohl dem Tempel. Ein paar Steinsäulen mit roten Schriftzeichen verraten, dass es sich um einen Tempel des Feuers gehandelt haben muss…

Hinter dir ist eine Felswand und du kannst von der kleinen Anhöhe auf das ehemalige Dorf blicken. Die Bewohner liegen teilweise noch verkohlt herum und der Qualm von ihren Körpern spricht dafür, dass es noch gar nicht so lange her sein kann, als sie starben. Ein paar Überreste der Holzhütten glimmen noch in warmer Glut und der Sandboden wird von durch Wärme flirrender Luft umgeben. Es stinkt nach verbranntem Fleisch und anderen Stoffen…