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Lagerfeuergeschichten Posts

Abruptes Ende einer Nacht

Ein leichtes Beben ist zu spüren. Aber da die Stadtspinne durch die Netzerneuerung sowieso die Holzplattform ab und an in Bewegung versetzt, ist das ganz normal.

So dachtet ihr…

Tiren kann kaum etwas durch die leicht gequollenen Augen sehen, aber sein angeborener Instinkt vor Gefahr lässt sein Herz rasen. Nilophe neben ihm schreckt in ihrer Lupi-Form hoch und spitzt die Ohren.

Das Beben scheint von überall gleichzeitig zu kommen, aber das ist für Nicht-Spinnen in einem Spinnennetz sowieso nicht wirklich auszumachen…

Akima wacht von einem kleinen Steinbrocken auf, welcher ihr auf den Kopf gefallen ist. Es scheint euch die Decke auf den Kopf zu fallen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes…

Karras Traum

Tausende Bilder, zigfache Stimmen und Geräusche. Eine wahre Flut von Eindrücken und Erinnerungen prasselt auf dein Bewusstsein ein. Nachdem du nicht mehr so recht weißt wo oben oder unten ist stoppt das Gedankenkarussell abrupt und deine Sinne bleiben an einer längst vergangenen Szene stehen. Du bist dir sicher es aus Kinderaugen zu sehen, lange vor den Erinnerungen im Waisenheim.

Du bist gerade dabei einen für dich riesigen Baum zu erklimmen. Eine rothaarige Frau sitzt auf der Parkbank neben eben diesem Baum. Ja ihr wart oft im Stadtpark. Das übliche Zirpengeräusch, das nachts zu hören war ließ eine wunderbare Harmonie in die fließen. Es war wie jede Nacht, wenn deine Mutter mit dir rausging, um sich den Mond anzusehen…

Basils Entscheidung

Nun stand er also vor ihrer Tür. Nächtelang hatte er darüber nachgedacht und nun war der Entschluss gefasst. Dennoch war sein Vorhaben gesäumt von Zweifeln.

Nun klopf endlich an, oder willst du hier Wurzeln schlagen?

Basil rückte seinen Kragen zurecht und starrte immer noch gedankenverloren auf die Türklinke, als sie die Tür öffnete. Kathleen schaute verwundert und erfreut zugleich, sofern das möglich war. Ihre grauen Äuglein strahlten ihn an und sie ließ den Müllbeutel sofort fallen, den sie gerade eben noch hinausbringen wollte.

Setsunas Fall

„Ich bin eine Versagerin!“, hallte es immer und immer wieder durch den riesigen, runden Raum. Acht imposante Säulen standen im Kreis an der Wand, jede mit anderen Mustern und Symbolen verziert. Ein wenig blauer Nebel zierte den Boden des Raumes, aber das war in der Halle der Träume ein Normalzustand.

Eine der Säulen glimmte leicht rötlich und es schien als würde sie von kleinen Flämmchen umspielt. Ein paar Meter von eben dieser Säule entfernt hockte eine Frau zitternd vor Wut mit feuerrotem Haar und ebenso leuchtenden Augen. Sie schlug jedes Mal, wenn sie den Satz wiederholte mit der Faust auf den Boden, was ein kurzes Zucken der Flämmchen auf der Säule bewirkte: