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Lagerfeuergeschichten Posts

[E.D.E.N] Iridescent

[Datum unbekannt] Morgens – Seattle

Der Himmel hatte sich Orangerot verfärbt, während die Sonne über Seattle aufging. Im 26 igsten Stock des Andra Hotels roch es nach Moschus und Sex. Aber das genoss der Mann sogar, welcher nur in dem, vom Hotel bereitgestellten. Bademantel am Fenster der Luxus Suite stand. Irgendetwas war anders an diesem Tag. Das Gefühl lies ihn nicht los. Das war zwar nicht der Grund, weswegen er wach geworden war, aber es hing damit zusammen. Kurz schloss er die Augen und dachte an den Traum zurück der ihn geweckt hatte. Er hatte oft Träume, nicht selten enthielten sie irgendwelche Hinweise, die ihm halfen aber dieser Traum…es waren wirre Bilder, die nichts miteinander zu tun hatten. Oder vielleicht doch, aber dann verstand er die Zusammenhänge nicht. Es lies ihm keine Ruhe.

200 – [14/15.08.2014] Der Tag, an dem Sarah in die Entzugsklinik ging

Das Licht des Fernsehers erhellte den Wohnraum. Matt suchte die Nachrichten nach etwas interessantem oder für ihn gefährlichem ab. Nach den ganzen Monstern, die er in letzter Zeit aus dem Weg geräumt hatte, musste er vorsichtig sein. Wenn er oder Sarah gesucht wurden, war es besser, das zu wissen. Vor allem nach dem gestrigen Tag.

Sarah wollte nicht darüber sprechen, was Matt unglaublich nervös machte. Während er auf der Couch saß und auf den Bildschirm schaute, ließ er immer wieder ein Klappmesser auf und zu schnappen, um seine Hände zu beschäftigen. Was, wenn die Monster es geschafft hatten Sarah zu manipulieren? Matt schüttelte den Gedanken weg. Reiß dich zusammen!

177 – [26.06.2014] Der Tag an dem Sarah Matt tanzen nah gebracht hat

((siehe auch: Tag 372 a.S. (2 Tage vor Bild 666) [8.11.2015] ))

…Völlig außer Atem lachte Sarah Matt an. Das Funkeln in ihren Augen war noch stärker geworden. Sie legte ihre Arme um seinen Oberkörper und lehnte ihren Kopf dagegen.

„Hast du schon genug?“, sprach Matt scherzhaft, aber auch keuchend. Tanzen war anstrengender, als er gedacht hatte. Außerdem schmerzte sein Fuß wieder.

„Mhm.“, seufzte sie und schmiegte sich richtig an ihn heran. Er blickte zu ihr hinab und legte seinerseits die Arme um sie. „Das war schön.“, sprach Sarah leise, während sie seinem Herzschlag lauschte. Matt strich ihr durchs Haar und spürte, das ihr Körper schon wieder anfing zu zittern. Anstrengung tat ihr in letzter Zeit nicht gut und das obwohl sie endlich an Gewicht zulegte und nicht mehr so krankhaft dünn war.

181 – [06.05.2014] Ankunft Atlanta

Es war ein verregneter Tag im Mai, die Scheibenwischer des Wagens quietschten bei jeder Bewegung und aufgrund der Dunkelheit der Nacht konnte Matt nur spärlich die Straße überblicken. Glücklicherweise waren sie allein darauf unterwegs. Sarah hatte sich auf der Beifahrerseite mit dem Kopf gegen das Fenster gelehnt und blickte verträumt hinaus.

Matt kam nicht ohnehin, immer wieder zu ihr zu blicken. Irgendetwas war seit ein paar Tagen anders, faszinierender an ihr geworden. Obwohl die beiden jetzt bereits zwei Jahre zusammen durch die Staaten zogen, nahm Matt eine bisher ungeahnte Schönheit an Sarah wahr. Er fragte sich, wie er das bisher übersehen konnte – und fühlte sich seltsam, das er diese Steigerung bisher nicht für möglich gehalten hatte. Vielleicht war es auch einfach diese ungewohnte Ruhe, die sie ausstrahlte, obwohl sie heute noch gar nicht zur Spritze gegriffen hatte.

Tag 376 a.S. #668 [12.11.2015] – Konfrontation mit dem Jäger

Angst.

Eine gute Wahl für einen Jäger. Ängstliche Beute macht grobe Fehler, handelt instinktiv. Instinkte sind berechenbarer. Menschen rennen vor dem Auslöser der Angst weg, Instinkte wie Tiere.

Alligatoren sind schnell, schneller als ihr. Also nicht weglaufen.

Matt hatte Shys Worte noch im Kopf, aber die Mistviecher waren bereits am Rennen. Stehen bleiben war keine Option, außer man könnte Unsichtbar werden. Unsichtbar… das war die Lösung!

Das kann richtig schiefgehen.

Eigentlich war Matt kein Freund von Alles-oder-Nichts Entscheidungen, aber realistisch gesehen hatte er nicht genug Munition, um die Alligatoren auszuschalten, bevor sie bei der Gruppe waren. Es würden nicht alle schaffen. Kein Gedanke wurde daran verschwendet, jemanden als Ablenkung zurück zu lassen.