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Schlagwort: Darkness over Berlin

Herzschmerz

Stimmung
Es war kurz nach Mitternacht, als Ben die Tür zu seiner Wohnung aufschloss und in den dunklen Flur trat. Er war den ganzen Weg vom Grunewald bis hier her gelaufen. Eine gute Möglichkeit den Kopf frei zu kriegen und das Gefühl zu begreifen, welches ihn schon seit letzter Nacht plagte. Irgendetwas war mit Ronja geschehen. Aber er konnte nicht sagen was. Er spürte sie noch tief in sich aber irgendetwas an ihr hatte sich verändert. Sich grundlegend verändert. Bisher hatten ihm weder die tiefe Spiritualität der Meditation noch der lange Spaziergang hierher Klarheit darüber gebracht. Ohne das Licht anzuschalten ging er ins Bad. Er kannte diese Wohnung in und auswendig. Er wusste wo welche Pflanze stand, wo welcher Teppich lag und wo die Stufe zum Ba…sein Fuß blieb hängen und mit einem leisen Fluch stolperte er nach vorne gegen die Badezimmertür. Zum Glück traf er mehr den Türrahmen, denn die dünne Holztür, so dass keine bleibender Schaden entstand. Nur seine Schulter prallte unangenehm gegen eine Kante und der Schmerz lies ihn kurz das Gesicht verziehen.

Auftakt zum Präludium: Jenny

Stimmung

Die Faust schmetterte in das Gesicht des Nosferatu und lies ihn nach hinten fliegen. Er krachte gegen die Wand und sank an dem glatten Metall des Kanalrohrs hinunter. Sein Blick trübte sich leicht ein, als er nach oben blickte und seinen Peiniger erblickte, der breitbeinig über ihm stand und seine Faust erneut ballte.

„Du hast was getan?“

fragte Fetzen, der Nosferatuprimogen mit gefährlich leiser Stimme. Er verzieh ja den ein oder Anderen Fehler, aber was ihr jüngster Frischling getan hatte war eigentlich eine tat die nur mit der Vernichtung bestraft werden konnte. Er hatte ein Kind gezeugt, ohne Erlaubnis und ohne Unterweisung. Er war einfach abgehauen, weil er das Grauen der Verwandlung nicht ertragen hatte. Nur langsam kam Marco wieder auf die Beine und rieb sich das Kinn, wo ihn der alte Clansführer getroffen hatte.

Auftakt zum Präludium: Eve

Stimmung

Stephan wand sich auf dem Metalltisch, auf dem er lag. Seine Handgelenke, sowie seine Fußgelenke waren auf Holzpflöcke aufgespießt, die in den Tisch eingearbeitet waren. Über ihm brannte eine unangenehm helle Lampe, die seine Augen Tränen lies, wenn er direkt hineinblickte. Seit zwei Stunden war ihm nun der Pflock aus dem herzen gerissen worden und er hatte den Schmerz gespürt, der ihm die restlichen vier Pflöcke zufügten. Seine Beine und Arme waren taub und er konnte sie nicht bewegen. Sich nicht befreien. Zwei Stunden lag er nun schon hier und seine Sinne sagten ihm das er nciht allein war. Im Raum waren zwei weitere Personen und keine davon wand sich in Schmerzen. Beide warteten auf etwas. Sie warteten auf ihn…aber wieso?

Auftakt zum Präludium: Ronja

Stimmung

Die Luft summte vor Insekten, als die Sonne den Himmel im Westen langsam Orange färbte. Ein intensiver Geruch von modernden Blattwerk, Pilzen und feuchter Erde hing über der Lichtung im Herzen des Grunewalds. Ein Eichhörnchen stahl sich in der frühen Abenddämmerung von einem Ast und rannte auf die Mitte der Lichtung, um ein Bucheckern aufzulesen der von einem der weit überhängenden Äste gefallen war. Kurz richtete es sich auf und sah den Mann an, der in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne meditierte. Seine kleine Nase kräuselte sich und keckern lies ein Mundwinkel des großen Mannes zucken. Dann verschwand das Tier wieder in den Baumwipfeln. Der Mann bewegte keinen Muskel mehr. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont und der Himmel war mit Sternen übersäht. Doch auch dunkle Wolken zogen über das Firmament und während er da saß spürte er eine innere Unruhe von sich Besitz ergreifen. Er schlug die Augen auf und erblickte einen schlanken Mann, der auf die Lichtung getreten war.