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Schlagwort: WoD

[EDB]Auftakt zum Präludium Diana Coppola – Teil 1

Stimmung

Der weiße Handschuh durchfuhr die Asche hinter dem verbogenen Gitter in der leeren Arena. Eine Nase roch daran und zerrieb sie dann zwischen den Fingern. Der Kopf nickte und stand wieder auf. Ein Kainit weniger, um den man sich kümmern musste. Anschließend ging sie hinaus auf das Spielfeld des Olympia Stadions, wo ihr Partner neben der jungen Frau kniete, die eine klaffende Wunde im Hals hatte.

„Sie ist Blutleer.“

„Dachte ich mir fast.“

„Glaubst du irgendjemand war nur schneller als wir?“

„Nicht zwingend. Im Gang sind Kampfspuren und noch mehr Blut. Außerdem Spuren von mehreren Personen“

Traum im stillgelegten Hotel

Atemlos, gehetzt. Meine Füße tragen mich durch die Nacht, hohes Gras peitscht gegen meine Beine, welche wund davon werden. Wie schwarze Stacheln ist mir das Gras im Weg, doch ich muss hindurch – ich höre das geifern und schnaufen einer gierigen Kreatur hinter mir. Etwas, dass mich töten wird, wenn es mich hat – oder schlimmeres. Mein Herz rast, pumpt Adrenalin. Atmen schmerzt, meine Kehle ist trocken.

Dann passiert es, ich stürze. Ein Erdloch im Boden, mein Knöchel gibt nach. Ich strecke die Arme hastig aus, um mich am Boden abzustützen.

Doch da ist kein Boden.

[Killian Moore] Notizen

Heute war ein seltsamer Tag, ich erwachte schon mit einem unwirklichen Traum im Geist… ein Badezuber voller Blut! Mit einem flauen Gefühl im Magen startete also der Morgen. Beim Essen gab es vielsagende Blicke von Andrea. Ihr gefielen meine letzten Zeilen offensichtlich, na immerhin etwas. Ein Besuch bei den Bauern mit meinem Vater. Wieder einer dieser Versuche mit weißmachen zu wollen, dass man als Stadtschreiber auch mit dem ‚minderen Volk‘ zusammenarbeiten müsse. Wir haben ein paar langweilige Daten aufgenommen, wieviele Schweine, Kühe, Hühner und Pferde besitzt der gute Olafson. Er hat uns zum Mittag eingeladen, ich war wohl etwas voreilig das Angebot anzunehmen. Erfolgreich Vaters Zeitplan durcheinander gebracht, das gaba uch wie zu erwarten war, später schelte. Viel schlimmer aber war der kurze Besuch in der Küche, als sie der Henne den Kopf abgehackt hatten und ich das ganze Hühnerblut im Gesicht hatte. Die Magd hat sich in Grund und Boden entschuldigt. Mir war so schlecht, ich musste mich übergeben. Der Tag war gelaufen, sehr peinlich das alles.

[Killian Moore] Gedanken

Es sind die Details…
Die Herrin wird mich aufknüpfen, wenn sie dieses Bild sieht…. Details… ihre Augen, ihr Mund… der Hals… Details… an dieser Stelle hat sie ein Muttermal, ich konnte es einmal erhaschen…
Diese Bildnis wird nicht verbrannt…. nicht so wie die Verse, die ich Andrea schrieb…. oh ich könnte….
verdammt, das Bild… die Tinte… alles hinüber…
Dieser Narr! Wie konnte er nur! Es waren doch nur Verse! Heidnische Schriften… ich weiß nicht mehr wieviele… aber sie hat alle aufbewahrt, alle!
und jetzt sind sie Asche! Meine ganze Arbeit einfach so verbrannt!
Irgendwann werde ich es ihrem Vater heimzahlen, ich weiß nur nochnicht wie…oder wann… irgendwann…