Zum Inhalt

Templer

Stimmung
Auf dem Computerbildschirm liefen Bilder hoch und runter. Auf der rechten Seite prangten drei Bilder, zwei Frauen und ein Mann. Der Mann war Asiate, die beiden Frauen außerordentlich attraktiv. Sie alle hatten scheinbar die Macht die Wirklichkeit zu beeinflussen, also waren sie ähnlich wie sie. Noch gab es keine Übereinstimmung aber sicherlich würde es eine geben, sobald sie wussten wer diese drei waren konnten sie sie Handeln.
Der junge Mann saß in dem dunklen Raum, der nur von dem Monitor vor ihm beleuchtet wurde. An der Wand lief Wasser herab und er war ziemlich froh die Kabel neu isoliert zu haben. Die Suche dauerte eigentlich schon viel zu lange. Waren das die falschen Datenbanken? Konnte eigentlich nicht sein, es waren doch nur drei und wieso zum Teufel waren da so viele Bilder drin? Seine Finger glitten schnell über die Tastatur, so dass sich auf dem Bildschirm mehrere Fenster öffneten die Zahlenkolonnen anzeigten. Er veränderte mehrere Werte und startete die Suche neu, während ein Lächeln über sein Gesicht huschte.

„Hey, na komm schon Baby lass mich nicht im Stich.“ flüsterte er und wischte sich über das Gesicht. Er war müde, denn er saß schon mehrere Stunden vor diesem alten Flimmerkasten und hatte immer noch kein Ergebnis. Klar die Bilder waren nicht so gut, aber seine Programme waren eigentlich einwandfrei und sollen doch…
Ein Piepen unterbrach ihn – das Programm hatte einen Treffer gelandet. Er blickte auf den Bildschirm und grinste. Eine der Frauen wurde angezeigt aber das Bild war eine alte Kinderfotografie. Das kleine Mädchen war vielleicht acht Jahre alt, aber die Gesichtserkennungssoftware sagte das diese Beiden Bilder dieselbe Person zeigten. Das Kind hieß Eva, Eva Glass. Außerdem war eine kleine Reihe weiterer Bilder angehängt. Er öffnete die Datei und sah sich weitere Fotos an. Die Jpegs dokumentierten den Lebensweg eines kleinen Mädchens rund um die Welt. Das erste Bild könnte vielleicht mit sechs gemacht worden sein das letzte war wohl mit vierzehn, fünfzehn oder sechzehn, es war schwer einzuschätzen. Aber es war sogar eine Telefonnummer angegeben. Das bedeutete wohl das sie in der Templerdatenbank eingetragen war. Das erklärte sogar wieso es so gute Fotos waren. Da hatte jemand nach ihr Gesucht und sich dafür ihrer Datenbank bedient, das wiederum bedeutete das dieser Jemand ein Mitglied sein musste. Das würde interessant werden. Er griff nach seinem Handy und wählte die Rufnummer, die angegeben war. Aus dem Hörer kam zuerst einmal eine lange Reihe von Piep und Knacklauten, die anzeigten das die Nummer über eine abhörsichere Leitung geführt werden würde. Das wiederum bedeutete das der Suchende ziemlich weit oben in der Hierarchie stehen musste. Dieses Gespräch könnte seine Stellung innerhalb des Ordens bedeutend verbessern. Dann wäre er Marius endlich los.
Endlich ertönte das Freizeichen und kurz darauf ging jemand dran. Ein tiefe sonore Stimme meldete sich. „Ja?“
„Ich freue mich sie zu erreichen. Ich denke ich habe ihre Tochter aufgespürt.“ Kurze Zeit war auf der anderen Seite der Leitung still und er dachte schon sich verschätzt zu haben aber dann antwortete der Mann doch. „Wo?“
Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen. „Severodonetsk – sie ist hier mit zwei weiteren Ungläubigen. Sollen wir diese ausschalten?“ Er versuchte wieder einmal sich als höher darzustellen, als er in der Hierarchie tatsächlich stand, aber bisher hatte das immer funktioniert. „Nein!“ die Entschlossenheit mit der diese Antwort kam überraschte ihn. „Ich werde selbst anreisen und mich persönlich darum kümmern. Ich danke ihnen für ihre Mühen und den Hinweis.“ Das überraschte ihn noch mehr. „Ich dachte der Orden würde…“ weiter kam er nicht, denn der Mann am anderen Ende der Leitung unterbrach ihn barsch: „Ich kümmere mich persönlich darum, habe ich gesagt, verstanden?“ Er schluckte. „Na…natürlich. Ich werde die Beobachtung wieder aufnehmen lassen.“
Er konnte beinahe das Nicken hören, welches sein Gesprächspartner machte. „Gut. Ich bin ohnehin in der Nähe. Wir sehen uns. Verlieren sie sie nicht! Gott mit ihnen.“
„Gott.“ Es klickte, die Verbindung war unterbrochen. Er schaute auf seinen Computerbildschirm, der sich in diesem Moment mit schwarzen Pixeln zu füllen begann.
„Nein nein nein nein nein….“ er hämmerte panisch auf die Tastatur aber er konnte es nicht stoppen und am Ende hörte er ein leises *pflump*. Der Geruch von verschmorten Plastik und heißem Metall sagte ihm das nicht nur der Monitor im Eimer war, sondern der gesamte Tower geschmolzen war. Rein, um seine Hypothese zu bestätigen öffnete er den Tower und sah sich das Zusammengeschmolzene Etwas an, das einmal eine Ansammlung von Platinen und Speicherchips gewesen war. „Fuck!“

Published inRollenspiel-Storys

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.