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the little Light in the Darkness

Stimmung

Jemand strich über meine Wange, während ich langsam wach wurde. Herrjeh, wie lange hatte ich geschlafen? Als ich die Augen öffnete war da kein Licht – aber das hatte bei mir im Keller nichts zu sagen.
„Umeko?“, meine Stimme war auch noch nicht ganz wach, weshalb ich mehr ein Krächzen als ein Wort hervorbrachte.

Die Hand bewegte sich zu meinem Kinn und drückte dieses hoch. Es war tatsächlich ziemlich dunkel, sie hätte doch irgendwo in der Wohnung bestimmt schon Licht angemacht, sodass ich wenigstens Umrisse erkennen konnte. Irgendetwas stimmte n…. oh scheiße!

Das Klappern von Metall ertönte, als ich versuchte meine Arme zu bewegen und in dem Moment, wo meine Gliedmaßen zurückschnappten spürte ich das Metall an den Gelenken. Weiteres Rütteln an den Ketten war lediglich eine Bestätigung, dass sie da waren. Die Hand lag jetzt an meinem Hals und ich spürte den ruhigen Atem in meinem Gesicht. Ich war versucht Magick einzusetzen, um mehr sehen zu können – aber das brauchte ich gar nicht. Mein Schatten war mir jetzt so nahe, dass ich genau wusste, dass er es war; und er hatte ein zufriedenes Grinsen in den Mundwinkeln.

„Wo ist sie?“, jetzt spürte ich das kalte Metall meines(!) Katanas auf meinem Brustkorb. Es lag mit der flachen Seite auf meiner Haut, aber diese Drohung war unmißverständlich. Seine andere Hand lag noch immer um meinen Hals, mit dem Zeigefinger drückte er meinen Kopf in eine bestimmte Richtung, um mir in die Augen sehen zu können. Ich zeigte ihm nur die Zähne, während ich im Kopf durchratterte, was ich jetzt noch tun könnte.

„Ich weiß nicht, wen du meinst.“, antwortete ich trotzig. Sicher, er könnte wahrscheinlich einfach in meinen Kopf gucken, um dies herauszufinden – aber dafür musste er nicht mit mir reden. Ah, die Gedankenbarriere mittels Magick zu verstärken war vielleicht keine so schlechte Idee… aber irgendwie… ich erinnerte mich an Dirks Worte, wenn er das wirklich alles wusste, waren alle meine Bemühungen sowieso umsonst… dann war das auch egal!

Diesen Gedanken zuende gedacht, viel mir noch etwas anderes auf. Er trug den Helm nicht. Ich konnte es zwar nicht sehen, aber meine Haut verriet es mir. Sein Atem wäre nie bei mir angekommen, wenn dies der Fall gewesen wäre…

„Warum sollte ich es dir verraten, damit du es leichter hast sie zu töten? Finds‘ selbst raus!“, die Hand an meinem Hals verkrampfte sich und ich spürte anhand der leichten Bewegung seines Armes, dass er seinen Oberkörper zu mir gedreht hatte. Sein Gesicht musste direkt vor meinem sein. Er starrte mich vermutlich gerade in Grund und Boden. Das musste ich nutzen.

Ich schnellte mit meinem Kopf vor und unsere Schädel krachten zusammen. Ein undankbarer Schmerz durchzuckte erst meine Stirn und weitete sich sofort auf den restlichen Kopf aus. Ein gemeinsamer Schmerzenslaut drang noch an meine Ohren, bevor mein Blick von Sternchen gefüllt wurde und Platz für die erneute Dunkelheit machten.

Published inRollenspiel-Storys

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