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Monat: November 2010

Entscheidung


Stimmung

Der Rauch des Feuers stieg in den klaren, blauen Himmel empor und Ben saß Olaf immer noch gegenüber, welcher nun schon seit einigen Minuten Blätter, Kräuter und Harz in einem Mörser mit einem Pistill vermischte. Die Sonne stand hoch am Himmel und erwärmte die Luft auf eine angenehme Temperatur. Über dem Feuer hing ein kleiner Kessel aus kaltgehämmerten Eisen in dem es brodelte und zischte. Ein würziger Duft stieg Ben in die Nase, als Olaf den Kessel vom Feuer nahm und mit einem Holzbecher etwas von dem Inhalt abschöpfte.

„Trink das.“

Befreiung

Stimmung

Die Villa lag still im morgendlichen Dunst Berlins vor ihnen. Klaas lud die Maschinenpistole durch, die mit Weihwassermunition geladen war. Die anderen drei hatten ebenfalls halbautomatische Waffen und außerdem Pflöcke, sowie metallene Rüstungen, die sie zwar nicht leise machten, aber gegen die Bisse immunisierten. Von der Rasenfläche stieg leichter Nebel auf und verhüllten das Gebäude, in welchem sich ihr Zielobjekt befand, beinahe vollständig.Allerdings war das nicht weiter wichtig. Sie erwarteten hier draußen keinen Widerstand. Mit einem lautlosen Fingerzeichen gab er den anderen zu verstehen das sie vorrücken sollten. Die vier Männer rannten auf die Villa zu welche mit seinen großen, hohen Fenstern, vor ihnen aufragte, zu und positionierten sich links und rechts neben der Tür.

Die Erschaffung (17.05/18.05) – 650 – Teil 1

Silbernes Mondlicht brach sich auf dem Wasser des großen Sees und erhellte die verzerrte Fratze Christophs auf dem Weg zu seiner Bestimmung. Es wurde Zeit, ich sollte mich beeilen, die Leiche begann schon zu stinken. Moment! Sie ist zu frisch, Leichen riechen erst später.

Ichhhh bin daa zischte es und in diesem Augenblick riss der Tote die Augen auf und starrte mich an. Vollkommen erschrocken ließ ich ihn los und….wachte auf, saß kerzengerade im Bett und sah mich um. Der Mond schien durchs Fenster und erhellte in seinem kalten fahlen Licht. Das Ticken meines Weckers, war das einzige Geräusch in diesem Raum und ein schneller Blick sagte mir 23:04 Uhr. Ansonsten…es…Ich zog vorsichtig die Luft durch die Nase, süßlich, faulig…und erstarrte.

17.05.2010 – 649 – Teil 3

Der Tag brach an. Die Sonne, die zu Beginn meines Marsches noch fahl am Himmel gestanden hatte, halb verdeckt vom Morgendunst des Frühlings, begann nun ihre wahre Kraft zu entfalten und mit ihr erwachte ach die Stadt. Die Straßen füllten sich mit immer mehr Autos, immer mehr Lärm und Gestank. Und mit ihnen kamen die Menschen. Zuerst die Hundebesitzer mit ihren Tieren. Überall halb verschlafene Roboter die sich von ihren vierbeinigen Besitzern spazieren führen ließen. Alle Formen und Farben. Ich habe immer einen recht guten Bezug zu Hunden gehabt, zu Tieren allgemein. Mit ihnen konnte ich weit mehr anfangen als mit ihren Besitzern. Oft war es so, dass mich ein Tier umso mehr mochte, je stärker sein Besitzer mich verabscheute. Diese Korrelation ist seltsam aber vorhanden, ich hab es schon oft beobachtet. Diese kleinen Viehcher, die sich Hunde schimpfen, sind jedoch nicht mein Fall. Kleine Kläffer ohne Sinn und Verstand.

17.05.2010 – 649 – Teil 2

Ich öffnete die Zimmertür und blieb überrascht stehen. Dort stand jemand. Ein junger Mann, an die Wand gelehnt, die Arme vor der Brust verschränkt und den Blick gesenkt. Er war ein gutes Stück größer als ich, was zugegebenermaßen nicht sonderlich schwer ist. Seine Statur war eher feingliedrig und zart, das Gesicht leicht feminin, genauso wie die Hände.

Misstrauen breitete sich in mir aus. So wie er dastand, blickte…eine merkwürdige Aura ging von ihm aus. Hatte ich etwas zu befürchten, hatte er letzten Endes etwas mit den Vorgängen von vorhin zu tun? Es war eindeutig zu spät, bzw. mittlerweile wohl eher zu früh für Besucher. Egal was er wollte, es war eindeutig nicht die passende Zeit. Seine Ausstrahlung war seltsam, irgendwie gedrückt, unsicher…ich kann es kaum in Worte fassen.