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Ein Telefonat

Muna schlief bereits, als Dero mit Handy am Ohr durch den Raum spazierte. Am anderen Ende war ein kurzes Lachen zu hören: „Oh, Dero. Schickt der Justicar dich mal wieder auf Tournee?“

„Sehr witzig, hörst du mich lachen?“, Dero blickte auf seinen Notizblock.

„Schon gut, schon gut. Was kann ich für dich tun, alter Freund?“

„Du weißt nicht zufällig, wer hinter dem Angriff auf das Schloß steckt?“

„Nein, ich war leider nicht vor Ort. Ich bekam erst Bescheid als die Sache schon gelaufen ist.“

„Sicher?“

„Ernsthaft, du weißt ich bin nicht gerne bei den Suaden der Brujah.“

„Ich erinnere dich gerne nochmal an den Bahnhof, wenn…“, Dero schmunzelte.

„Ich weiß es wirklich nicht, aber ich kann dir sagen wer es wissen sollte.“

„Ich bin ganz Ohr.“, Dero blieb stehen.

„Die Nossis haben jemanden, der sich oft in Wilhelsmburg rumtreibt, besonders im Zentrum der Brujah… vielleicht hat der was mitbekommen.“

Dero verzog das Gesicht: „Warum hab‘ ich das geahnt. Okay, wie heißt der Stinker und wo kann ich ihn finden?“

„Der Kerl nennt sich Motte und sitzt unter dem Asylantenheim ‚Brot & Rosen‘, das ist in der Fabriciusstraße 56…Barmbek. Wirst du schon finden.“

„Okay, danke Joe. Irgendwelche Tipps zu dem Nosferatu?“

„Bring ihm ne Rose, wenn du verstehst.“

Deros Blick wanderte abermals über Muna: „Die Kerle sind doch alle gleich. Wieviel Einfluss haben die Kanalkriecher hier?“

„Wenn ich sage sie haben die Stadt in ihren hässlichen Pranken, ist es eine maßlose Untertreibung.“

„Scheiße…“, Dero lehnte sich mit dem Rücken an die Wand. „Wird Zeit das sich das ändert, schon Neuigkeiten über Cyrils Verbleib?“

„Bisher leider nicht, aber du kennst die Nossis. Vielleicht verkauft er dir ja ne Info dazu.“

„Mal sehen ob ich mit seinen Preisen einverstanden bin. Man hört sich.“

„Jeder muss Opfer bringen, Dero. Aber der Prinz wird dir sicher auch dankbar sein.“

„Der Prinz kann mich mal…“

„Man hört sich, Dero.“

Dero klappte das Handy zusammen und legte sich ebenfalls schlafen.

Published inRollenspiel-Storys

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